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Aug. 10th, 2012 @ 06:00 pm Lieber nicht über Freundschaftsbeziehungen mieten
The same entry in English.

Mieten Sie nicht bei Freunden von Freunden von Freunden. Gehen Sie lieber direkt ins Gefängnis. Gehen Sie nicht über Los. Ziehen Sie nicht 4000,− DM ein.

Aber fangen wir ganz von vorne an...

Vor einiger Zeit habe ich den Entschluss gefasst, aus Cambridge auszuziehen und mich stattdessen in Berlin anzusiedeln. Zu diesem Zwecke habe ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis erkundigt, wer bereit wäre, mich dabei in welcher Weise zu unterstützen. Anfänglich ging alles ziemlich glatt: meine Eltern haben mir angeboten, mich mit dem Auto von Cambridge aus zu fahren und dabei meine gesamte Habe zu transportieren, und amuzulo erklärte sich bereit, mir eine Unterkunft zu bieten, während ich nach einer Mietwohnung (oder einer WG) suche. Darüber hinaus hat er seine Freundin Anja mit mir in Kontakt gebracht, die mir freundlicherweise ihr Zimmer in einer WG für einen Monat zur Verfügung gestellt hat, während sie weg war. Meine Eltern fuhren mich und mein Zeugs also am 7. Juni nach Essen; am 1. Juli kam ich mit dem Reisebus nach Berlin und zog in Anjas Zimmer ein. Hat mir sehr gut gefallen da; ziemlich geräumiges Zimmer, tolle Umgebung und ein sehr freundlicher Mitbewohner.

Im Juni habe ich mich bei meinen Eltern auf die faule Haut gelegt. Ich hatte mir gedacht, ich kümmere mich ja um alles, wenn ich in Berlin bin. Dann stellte ich aber ziemlich schnell fest, dass die Wohnungssuche in Berlin sich deutlich schwieriger gestalten würde als in Cambridge. Ich dachte, ich könnte in der ersten Woche ein Bankkonto eröffnen und mein Guthaben aus England transferieren. Das ging aber nicht so leicht; die meisten Banken wollten ein regelmäßiges Einkommen sehen (ich habe im Moment keinen Job). Außerdem sollte ich Kopien einreichen von Dokumenten, die ich nicht hatte; beispielsweise hatte ich keinen Personalausweis (ich wurde zuvor in Cambridge überfallen); den hätte ich natürlich in Essen beantragen sollen. Den Reisepass wollten die Banken nur zusammen mit einer Meldebestätigung vom Bürgeramt akzeptieren, aber um diese zu erhalten, brauchte ich den Mietvertrag meiner Wohnung, aber ich wohnte ja nur provisorisch bei Anja und Anja war natürlich nicht da. Ich hatte also keinen Personalausweis, keine Meldebestätigung und keinen Einkommensnachweis. Eine Bürgschaft von meinen Eltern sollte her. Und eine notariell beglaubigte Kopie meiner Geburtsurkunde.

Meine Eltern kamen dann also am 13. Juli nach Berlin und brachten eine Bürgschaft und die Geburtsurkunde mit (und natürlich meine restlichen Sachen, die wir solange bei Moritz im Keller unterbrachten — danke, Moritz!). (Diesen Ausflug nach Berlin hatten meine Eltern schon vorher geplant, schon bevor ich den Umzug nach Berlin plante.) Die Geburtsurkunde ließen wir dann dort in Berlin von einem Rechtsanwalt, Herr Schneider, beglaubigen. Dieser Herr Schneider war ein guter Freund von meinem Vater. So weit so gut.

Nun war dieser Herr Schneider allerdings seinerseits befreundet mit einem gewissen Herrn King, einem Wohnungsvermittler, der für eine ausländische Investmentfirma arbeitet und für einen gewissen Herrn Hooker aus England (den ich nie getroffen habe) Wohnungen in Berlin vermietet. Und so kam es, dass ich (über meine Eltern) von Herrn Schneider auf diesen Herrn King gebracht wurde. Mir wurde das verkauft als die „einmalige Gelegenheit, einfach und aufwandsfrei“ an eine Wohnung zu kommen. Ich solle mir doch mal die Wohnung ansehen, aber immer bedenken, dass ja total die langjährigen Freundschaftsbeziehungen im Spiel seien. Die Reputation von Herrn Schneider als Rechtsanwalt stünde ja auf dem Spiel, weil er mich dem Herrn King sozusagen als Mieter „empfohlen“ hatte. Da hatte ich schon so meine ersten Bedenken. Das klang für mich von vornherein schon so, als solle ich doch meine Rechte als Mieter vergessen und bloß keine Forderungen stellen, weil ja sonst der Herr King auf den Herrn Schneider, und somit auch der Herr Schneider auf meinen Vater ganz ganz böse wären und dann keine Freunde mehr seien und dann ganz traurig wären. Also habe ich nichts gesagt.

Ich habe während der Besichtigung mehrfach klargestellt, dass ich die Wohnung zum 1. August brauche, da ich ja aus Anjas Zimmer raus musste. Ich hatte nicht das Gefühl, dass das den Herrn King viel juckte, aber ich habe nichts gesagt. Die Wohnung war außerdem im Umbau und eine Komplettrenovierung sollte noch stattfinden, die meiner Einschätzung nach innerhalb von zwei Wochen eigentlich gar nicht machbar sein konnte. Auch dazu habe ich nichts gesagt. Man darf ja schließlich nicht den Eindruck erwecken, man wolle jemanden der Inkompetenz bezichtigen. Oh, nein. Bloß das nicht.

Einige Tage später bekam ich dann vom Herrn King den Mietvertrag zugeschickt. Nein, Moment, das stimmt nicht ganz — ich bekam einen Teil des Mietvertrags zugeschickt. Die zweite Seite fehlte. Außerdem stand auf der ersten Seite als Einzugstermin der 1. September. Des weiteren waren einige Teile des Vertrags wie ein Fragebogen gestaltet, und nur die Hälfte dieser Fragen hatte eine (handschriftliche) Antwort eingetragen (bspw. die Höhe der Kaution, die Kündigungsfrist usw.). Da wurde ich schon skeptisch. Natürlich habe ich mir den Rest des Vertrags noch durchgelesen und dabei noch zwei Klauseln entdeckt, mit denen ich nicht einverstanden war. Dann habe ich Herrn King angerufen, um nachzufragen, was es mit diesen Klauseln, den fehlenden Eintragungen, der fehlenden Seite und dem falschen Einzugstermin auf sich hatte.

Den Einzugstermin solle ich einfach durchstreichen und abändern, das wäre kein Problem. Die fehlenden Angaben solle ich einfach eintragen. Zu dem Rest könne er nichts sagen; er wüsse nichts von einer fehlenden Seite und er wüsse auch nicht genau, was es mit den zwei Klauseln auf sich hatte. Ich solle doch am Freitag, den 27. Juli persönlich vorbeikommen, dann könnten wir das regeln und den Vertrag unterschreiben. So langsam bekam ich meine ernsthaften Bedenken. Aber ich durfte ja nichts sagen.

Am 27. Juli war ich dann persönlich bei ihm im Büro in der Neuköllner Straße. Bei dieser Gelegenheit habe ich noch einmal nachgehakt, dass es auch wirklich klappen sollte mit dem Einzugstermin am 1. August. „Jaja, kein Problem.“ Und ob ich die Eintragungen richtig vorgenom„Jaja das stimmt schon so.“ Und ob ich die fraglichen Paragraphen streichen kön„Ja, kein Problem.“ Ich hatte nicht den Eindruck, dass er wusste, worum es genau ging.

Und was ist mit der fehlenden Seite? „Welche fehlende Seite denn, lassen Sie mal sehen. (guckt) Hier steht doch ‚Blatt 1‘ und hier steht ‚Blatt 2‘. Wieso fehlt denn da was?“ Herr King hat nicht bemerkt, dass „Blatt 1“ die §§ 1–2 und „Blatt 2“ §§ 7–9 enthielt. Die nächste Seite mit den §§ 10–16 hatte keine Blattnummer (dafür aber unten in der Ecke die Kennzeichnung „Fortsetzung siehe Blatt 3“); und „Blatt 3“ enthielt schließlich die restlichen Paragraphen und das Unterschriftenfeld. Ganz offensichtlich war der Vertrag also ursprünglich einmal beidseitig bedruckt; die Seiten „Blatt 1“, „Blatt 2“ und „Blatt 3“ waren jeweils nur eine Vorderseite und die Seite mit den §§ 10–16 offensichtlich die Rückseite von Blatt 2. Es fehlte also die Rückseite von Blatt 1 (mit den §§ 3–6). „Das ist noch nie jemandem aufgefallen. Sie sind ja ganz schön pingelig.“ Und das von jemandem, der hauptberuflich vermietet und Mietverträge unterschreibt. Aber ich durfte ja nichts sagen. Also habe ich mir den unverschämten Vorwurf der übertriebenen Pingeligkeit gefallen lassen. Immerhin kam es dann ja auch zum Abschluss des Mietvertrags (auch, wenn er ca. 3–4 Versuche brauchte, um die Rückseite von Blatt 1 zu photokopieren, ohne dass der Text am Rand abgeschnitten war).

Endlich, dachte ich. Jetzt kann ich einfach am 1. August einziehen und dann ganz in Ruhe nach einer richtigen Wohnung bei einem vernünftigen Vermieter suchen. Tja, denkste. The King of Desorganisiert war noch nicht fertig mit mir.

So kam am 31. Juli, also einen Tag vor Einzugstermin, ein Anruf. „Unsere Jungs schaffen das doch nicht rechtzeitig mit dem Umbau, jetzt muss noch XYZ gemacht werden und dann noch Blahfaselblubb, aber keine Sorge, Sie können am 7. August einziehen.“ ... Ah so. Ich soll also mal eben eine Woche lang unter der Brücke schlafen? Aber das darf ich ja nicht sagen. Also sage ich, ich frage mal rum, ob ich für die Übergangszeit was finde. Toll. Ganz toll. Zwar war die Anja freundlicherweise bereit, mich noch ein paar Tage in ihrem Zimmer wohnen zu lassen, aber spätestens zum 4. August bräuchte sie dann doch ihr Zimmer wieder. amuzulo hatte gerade schon jemanden im Haus und war zudem auch noch krank; bei Moritz hätte ich nur übernachten können, wenn ich Kinder- und Baby-Geschrei aushalten würde, was ich wirklich äußerst schwierig finde; und Dennis hat auf Facebook nicht geantwortet. Sonst kannte ich keinen. (Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ich den Herrn Schneider hätte fragen können. Darauf bin ich aber auf die Schnelle nicht gekommen, zumal ich ihn ja auch nur flüchtig kannte.) Also habe ich mich informiert. Moritz’ Google-Skillz waren hier sehr hilfreich: Gemietete Wohnung zu Mietbeginn nicht bezugsfertig (frag-einen-anwalt.de). Die etablierte Vorgehensweise sei, eine Unterkunft (z.B. Hotel) zu buchen und diese dem Vermieter in Rechnung zu stellen. Ich müsse ihn nur sofort informieren. Also habe ich das gemacht. Ich habe ein Zimmer im Amstelhouse, in einer Art Reiseherberge, gebucht und Herrn King sofort über die entstandenen Unterbringungskosten und die mir zustehende Mietminderung informiert. Jetzt ging das Theater richtig los. Jetzt mutierte der King of Desorganisiert zum King of Rechtswidriges Verhalten.

Zuerst erhalte ich eine E-Mail, in der er behauptet, er habe mit dem Eigentümer der Wohnung (Marcus Hooker) Krach gehabt und dieser habe ihm die Vollmacht zur Unterzeichnung des Vertrags abgesprochen. Der Vertrag sei also nicht rechtsgültig. (Das ist falsch, selbst wenn er tatsächlich keine Vollmacht hatte.) Gleichzeitig aber ruft er hinter meinem Rücken dann noch Herrn Schneider an und beschwert sich lauthals über mich. Was sei ich denn für ein unglaublicher Problemfall, ich würde ja nur Stress bedeuten, man könne mich doch unmöglich als Mieter in Betracht ziehen. Der ruft wiederum meinen Vater an und beschallt ihn mit der gleichen Leier, und mein Vater ruft schließlich mich an. Ich erkläre die Situation inklusive der Tatsache, dass ich mich rechtlich informiert hatte. Nagut, meint er, ich solle mich doch bei Herrn Schneider entschuldigen. (Entschuldigen? Für etwas, was nicht meine Schuld war? Aber ich darf ja nichts sagen.) Tja, aber das Schneiderlein wollte nichts von Entschuldigung hören, er wollte lieber eine herablassende Standpauke loswerden. Ich sei doch völlig unmöglich und ich solle als Mann von 30 Jahren doch mal die Auswirkungen meiner Handlung bedenken. Was glaubt er, wer er ist? Aber zu allem Überfluss rät mir dieser sogenannte Rechtsanwalt dann auch noch, ich solle einfach alles vergessen und nichts weiter unternehmen. Wie bitte? Ich soll einen unterschriebenen Vertrag ignorieren? Hat der noch alle Tassen im Schrank? Vielleicht war die Lüge, der Vertrag sei nicht rechtsgültig, auch seine Idee?

Jedenfalls habe ich danach den Herrn King per E-Mail höflich darauf hingewiesen, dass der Mietvertrag Bestand hat (selbst wenn das mit der fehlenden Vollmacht stimmen sollte) und ein Mietauflösungsvertrag notwendig ist, um den Vertrag wieder aufzuheben. Ich habe dabei bewusst darauf verzichtet, ihn auf die Gefahr einer Schadensersatzklage meinerseits hinzuweisen, was meinem Vater zufolge zu sehr einer Drohung gleichkäme. Ich habe mich sogar kulant gezeigt, erstens indem ich die Hostelbuchung rückgängig gemacht habe und stattdessen ein Bahnticket nach Essen gebucht habe (welches ich ihm nicht in Rechnung stellen würde) und zweitens indem ich anbot, den Einzugstermin weiter auf den 11. August zu verschieben, um die Renovierungsarbeiten abzuschließen.

Das wollte Kingchen aber nicht. Kingchen war beleidigt und wollte nicht mehr mitspielen. Also kam zur Fabel über die Fehlende Vollmacht eine Fortsetzung: Die Geschichte vom Gerade Gesichteten Grauenhaften Gebäudeschaden. Die Außenwand sei feucht und die Trockenmaßnahmen würden „Monate in Anspruch nehmen“. Und der Höhepunkt: „Ich möchte Sie nicht unglücklich machen. Suchen Sie bitte schnell etwas Besseres.“ Schön muss es sein, wenn man sich selbst einreden kann, dass man niemanden unglücklich macht, egal wie unanständig man sich verhält.

Der letzte Stand der Dinge ist, dass ich einen (extrem kulanten) Mietaufhebungsvertrag angeboten habe, in dem keinerlei Schadensersatzforderungen erhoben werden. Einen derart nachsichtigen und unterwürfigen Mieter findet man so schnell wohl nicht mehr. Was man nicht alles tut für sogenannte „Freundschaftsbeziehungen“ bei Leuten, mit denen man noch nicht einmal befreundet ist (und nach so einem Erlebnis wohl auch niemals sein will). Jedenfalls war das vor vier Tagen; seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Übrigens hat mich der Moritz in der ganzen Sache extrem gut unterstützt, nicht nur durch ergoogeln von rechtlichen Sachverhalten, sondern auch durch (relativ objektive) Einschätzung der menschlichen Ebene. Vielen Dank dafür, Moritz. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass es mich schon etwas erschreckt, wie sehr meine Eltern die Herren Schneider und King in ihrem Treiben verteidigt haben. Ohne Moritz wären sie bis heute davon überzeugt, dass alles meine Schuld sei und alles daran läge, dass ich mich ja nicht benehmen könne und mich immer nur auf rechtliche Dinge berufe. Vielleicht glauben sie das sogar immernoch. Dabei hat King sich weder für die Schlamperei beim Vertrag, noch für die Verzögerung des Einzugstermins, noch für die Überreaktion auf meine Unterbringungskostenerstattungsforderung jemals entschuldigt, und Schneider hat sich (in Moritz’ Worten) „ja auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, nachdem er falsche Rechtsauskunft liefert und dann auch noch jemandem, der (rechtlich und menschlich gesehen) im Recht ist, eine Moralpredigt vorbrüllt.

Der Fazit also: Ich sitze wieder bei meinen Eltern in Essen und bin wieder da, wo ich Anfang Juni war. Nur mit dem Unterschied, dass ich das Wohlwollen meiner Freunde in Berlin strapaziert habe. Und dass die meisten meiner Sachen bei Moritz und Anja in Berlin lagern. Aber meine Lehre habe ich daraus gezogen: Jetzt werde ich hier in Essen meinen Personalausweis beantragen, ein Bankkonto eröffnen und mich diesmal mit allen notwendigen Dokumenten einseifen. In Berlin werde ich mich dann um einen Vermieter ohne fremde Freundschaftsverwicklungen bemühen, und jetzt habe ich ja auch etwas mehr Ahnung von deutschem Mietrecht als vorher.

Ich habe drei Theorien bezüglich der Vorfälle, die ich als Kommentare poste. Diskussionen sind natürlich ganz herzlich willkommen.

Update: Herr King hat den Mietaufhebungstrag unterschrieben und zurückgesendet.
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Aug. 10th, 2012 @ 06:02 pm Prefer not to rent via friend-of-a-friend relationships
Das gleiche in Grün, äh, auf Deutsch.

Do not rent with friends of friends of friends. Preferably go directly to jail. Do not pass Go. Do not collect £ 200.

But let’s start from the beginning...

Some time ago I decided to move out of Cambridge and settle in Berlin. To this end I asked among my friends and acquaintances to see if anyone would be willing to support me in this and in what ways. Initially everything went smoothly: my parents offered to drive me from Cambridge and carry all my stuff, while amuzulo was prepared to allow me to stay at his place while I go looking for a flat (or a place in a shared house). Furthermore he got me in touch with his friend Anja, who kindly allowed me to stay in her shared-house room for a month while she was on holiday. My parents drove me and my possessions to Essen on 7th June; on 1st July I went on to Berlin by coach and moved into Anja’s room. I really liked it there; very spacious room, great neighbourhood and a very friendly housemate.

I got lazy in June while staying with my parents. I assumed that I’d just take care of everything when I’m in Berlin. But when I was there I quickly realised that finding a flat in Berlin was going to be much harder than it was in Cambridge. I assumed I could just open a bank account and transfer my money from England within a week; but it turned out it wasn’t quite so easy. Most banks wanted to see a regular influx of money (I don’t have a job right now). But more importantly, I was supposed to send in copies of all sorts of documents I didn’t have; for example, I didn’t have a personal ID card (I lost it when I was mugged in Cambridge); of course I should have obtained that while I was in Essen. The passport would only be acceptable in conjunction with a confirmation from the civil registry, but to get that, I would have had to show the tenancy contract of my current accommodation, but I was just temporarily staying at Anja’s place and Anja was on holiday. Thus I had no personal ID card, no civil registry confirmation, and no proof of income. A guarantee from my parents should do it, or so I was told; and a notarially certified copy of my birth certificate.

My parents joined me in Berlin on 13th July (they had actually already planned this trip before I was even considering moving to Berlin) and brought a guarantee and the birth certificate (along with all my stuff of course, which we stored in Moritz’s basement — thanks, Moritz!). A local lawyer, Mr Schneider, a friend of my dad’s, certified a copy of the birth certificate. So far, so good.

This certain Mr Schneider happened to be friends with a certain Mr King, a real-estate agent working for a foreign investment company, who lets and sells properties in Berlin for a certain Mr Hooker from England (whom I never met). So, through my parents, I was brought in touch with this Mr King by Mr Schneider. It was sold to me as a “unique opportunity” to rent an apartment “easily and free of hassle”. I was supposed to take a look at the apartment, but always remember that ultra-long-time friendships are involved. Supposedly Mr Schneider’s reputation as a lawyer was at stake because he supposedly “recommended” me as a tenant to Mr King. This was where I first started to feel suspicious. It sounded as if I were supposed to jettison my rights as a tenant and under no circumstances ever make any demands, because otherwise poor Mr King would be really really angry with Mr Schneider, and Mr Schneider would be really really angry with my dad, and then they wouldn’t be friends anymore and everyone would become sad. So I didn’t say anything.

During the house viewing, I clarified multiple times that I needed to move in on 1st August. After all that is when I agreed to vacate Anja’s place. I did not get the impression that Mr King was particularly fussed about that, but I didn’t say anything. The apartment was being restructured and a complete renovation was still to happen — one which according to my estimatation would probably not be doable within two weeks. But again I didn’t say anything. I’m not supposed to raise the impression that I’d be accusing anyone of incompetence. Heaven forbid. Anything but that.

A few days later I received the tenancy contract from Mr King by mail. Wait, that’s not completely true — I received most of the tenancy contract; the second page was missing. The first page specified a move-in date of 1st September. Also, parts of the contract were printed to look somewhat like a questionnaire, and only about half of those questions were filled out in handwriting (e.g. the size of the deposit, the notice period, etc.). I got really skeptical. Of course I read through the rest of the contract, and while doing so discovered two clauses that I disagreed with. Then I called Mr King to ask about those clauses, the questions not filled in, the missing page and the wrong move-in date.

The move-in date, I was told, I should just cross out and write the correct one, that’s “not a problem”. The missing data I should just fill in. But he was stumped with the rest; he had no idea about the missing page and he said he didn’t know what those clauses really meant, so I should come to his office in person on Friday the 27th July and we would clarify this and then sign the contract. My suspicions were getting serious here, but of course I wasn’t allowed to say anything.

When I was at his office on said 27th July, I emphasised once again that I needed the property by 1st August. “Sure, not a problem.” Did I put in the correct infor“Yes, yes, I’m sure it’s fine.” Is it all right for me to cross out these clau“Yes, that’s all right.” I did not get the impression that he knew what he was saying.

So what about the missing page of the contract? “What missing page, hm, let’s see. (looks at the contract) This is ‘Page 1’ and this is ‘Page 2’, what do you mean something’s missing?” Mr King didn’t notice that “Page 1” contained sections 1–2 and “Page 2” sections 7–9. The next page containing sections 10–16 did not have a page number, but a line at the bottom saying “continued on page 3”; and “Page 3” finally contained the remaining sections and the box for the signatures. It was obvious to me that the contract was designed to be printed double-sided; the pages labeled “Page 1”, “Page 2” and “Page 3” were the front sides and the page with the sections 10–16 obviously the reverse of Page 2. Therefore, the reverse of Page 1 (containing sections 3–6) was missing. “No-one ever noticed this. You’re quite the nitpicker.” Remember this guy’s main profession is to let properties and to sign tenancy contracts. But I wasn’t allowed to say anything. The impertinent accusation of nitpickery went unretorted. At least I finally had a fully-signed tenancy contract (albeit only after 3–4 attempts of his to photocopy the missing reverse of Page 1 in such a way that the text near the margin wouldn’t be cut off).

Finally!, I thought. Finally I can move in on 1st August and then embark on a relaxed search for some proper accommodation with a sensible letting agent or landlord. That’s what I thought. But I had not heard the last of the King of Disorganised.

Come the 31st of July, one day before the agreed-upon move-in date, I get a call. “Our chaps are working hard on the renovation, but we still gotta do XYZ and then there’s foobarbaz, but don’t worry, you can move in on the 7th of August.” ... Uhm. I see. You think I should sleep under the bridge for a week? But wait, I’m not allowed to say that. So I say I’ll ask around to see if anyone can accommodate me for the interim period. Great. Really great. Anja was kindly prepared to allow me to stay for a couple more days, but by 4th August she’d need her room back. amuzulo was already accommodating someone and on top of that he was ill; I couldn’t really sleep at Moritz’s place because I have great difficulties tolerating crying babies at night; and Dennis didn’t respond on Facebook. I couldn’t think of anyone else. (In hindsight it turned out I could have asked Mr Schneider, but I didn’t think of that in the rush, after all he was only a nodding acquaintance.) Moritz’s Google skillz came in handy: Rented property not ready for moving in at beginning of tenancy (Ask A Lawyer). The established practice in this situation appears to be to book accommodation (e.g. a hotel) and to charge the landlord for it. I’d only have to inform him immediately. So I did. I booked a room at Amstelhouse, some sort of traveler’s hostel, and sent an e-mail to Mr King stating the incurred costs and the amount by which the first month’s rent will be reduced. This is where trouble really started. This is where the King of Disorganised mutated into the King of Unlawful Demeanour.

First, I got an e-mail claiming that he had had a disagreement with the owner of the property (Marcus Hooker) over the costs of the renovation and that the owner revoked his power of attorney to sign contracts. Therefore our tenancy contract is not legally in force. (This is incorrect. It is still in force even if he had never had the power of attorney.) At the same time he calls Mr Schneider behind my back and complains what an incredible troublemaker I am and what an amount of stress I cause and how no-one in their right mind would ever consider me for a tenant. He in turn calls my dad and discharges the same tirade at him, and then of course my dad calls me. I explain the situation, including the fact that I got legal advice. He responds by saying I should call Mr Schneider and apologise to him. (Apologise? For something that isn’t my fault? Oh that’s right, I’m not allowed to say anything.) Well, The Snider didn’t wanna hear no apology. He preferred to launch into condescending tongue-lashing telling me I was obnoxious and as a man of 30 years I should have considered the consequences of my actions. Who the hell does he think he is? But that’s not all: this so-called lawyer now advises me to ignore the contract and not take any further action. Excuse me? I should ignore a signed contract? Is he out of his mind? Perhaps the lie about the contract not having legal force was his idea too?

So anyway. With Moritz’s help I composed a very polite e-mail in which I pointed out that the tenancy contract is still in force (even if he didn’t have power of attorney). The tenancy contract could only be canceled by signing a separate tenancy cancelation contract. In particular, I specifically left out any mention that I’d be legally eligible for damages, which according to my dad would sound too much like a threat. I even made concessions by undoing the hostel booking, instead booking a train ticket to Essen without charging him for it, and furthermore offering to change the move-in date to 11th August so there would be way enough time to finish the renovation.

But the King of Misconduct didn’t like that. The King of Misconduct sulked and didn’t want to play anymore. Instead he delivered a sequel to the Fable of the Revoked Power of Attorney: The Story of Just-Discovered Catastrophic Property Damage. Supposedly the outside wall is wet and the drying measures would “take months”. The climax: “I don’t want to make you unhappy. Please find something better soon.” It must be comfortable when you’re able to convince yourself you’re not making anyone unhappy, no matter how indecently you act.

The latest state of affairs is that I offered an extremely accommodating tenancy cancelation contract in which no damages whatsoever are imposed on him. You won’t find such a lenient and servile tenant again soon. Unbelievable what I do for those so-called “friendship” connections with people who aren’t even my friends (and who would want to be friends after such an experience, anyway). I sent this out four days ago and haven’t heard back since.

Moritz has been an incredible help throughout the whole thing — not only by googling for legal facts, but also by giving his (relatively objective) evaluation of the interpersonal level. Many thanks to you, Moritz. At this point I must admit that I am somewhat shocked at the extent to which my parents have defended Schneider and King and their lines of action. Without Moritz they might still be convinced that it was all my fault and it’s all because I can’t constrain myself and always insist on strictly legal matters. Maybe they still think so. King has never once apologised, neither for his sloppiness with the contract, nor for delaying the move-in date, nor for his overreaction to me subtracting the hostel booking from the first month’s rent. Schneider has similarly not acted in the most glorious way, giving false legal advice and even yelling a sermon into the ear of someone who is (legally and morally) in the right.

In the end I am now once again at my parents in Essen, back to square one where I was in early June. Except of course that I have now strained the goodwill of my friends in Berlin. And that most of my stuff is with Moritz and Anja in Berlin. But I’m taking a lesson from his: First of all, I’ll get my personal ID card and a bank account here in Essen and obtain all the necessary documents. Then I’ll see if I can find a landlord or agent in Berlin who is not entangled with any strange friendships, and of course I’m a bit more clued up about German tenancy law now.

I have three theories regarding what might have happened behind the scenes. I’ll post these as comments and you can discuss them.

Update: Mr King has signed and returned the tenancy cancelation contract.
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